Frisch von der Makerfaire in Wien mitgebracht: das AprintaPro Printafix Haftvermittlerspray


Das Spray soll Klebestifte, Haarspray, Bluetape, Browntape und alle noch vorstellbaren Haftvermittler ersetzen. Distributor für das Material ist AprintaPro, eine Firma mit Sitz in Österreich. Die Jungs haben sich laut eigenen Angaben zur Aufgabe gemacht, sämtliche Probleme des 3D-Drucks zu lösen. Das Printafix ist das erste Ergebnis dieser Bemühungen. Wir haben das Spray ausgiebig getestet.

Der Test gliedert sich in die drei Bereiche: Präsentation, Benutzung und Ergebnis. Getestet habe ich das Spray auf den Heizbetten eines älteren I3 Berlin und eines Ultimaker2, sowie auf dem Plastikbett eines Makerbot Replicator 2.


Als Objekte habe ich Kegelstümpfe mit verschiedenen Durchmessern (50mm/20mm), Quadern (6,25mm2 – 400mm2) und Rechtecken (5mm2 – 20mm2) ohne Raft gedruckt. Als Test für Große Drucke habe ich einen Bilderrahmen mit einer Fläche von 142mm x 182mm und einen Zylinder mit 175mm Durchmesser durchlaufen lassen.



Präsentation

Das Printafix kommt in einer transparenten Flasche mit weißem Aufkleber. Dieser enthält alle wichtigen Informationen zum Produkt. Wie zum Beispiel eine kurze Gebrauchsanweisung und wichtige Warnhinweise. Der Flaschenaufkleber ist doppellagig und kann abgezogen werden. Darunter finden sich weitere Warnhinweise in mehreren Sprachen sowie eine Kurzanleitung, die meiner Meinung nach ganz gut gelungen ist.

Praktisch ist, dass die Flasche durchsichtig ist und man so genau weiß, wann die 100ml zur Neige gehen. So kann man rechtzeitig für Nachschub (auch bei uns) sorgen.




Benutzung

Die Handhabung gestaltet sich sehr einfach. Ihr solltet vorab darauf achten, dass das Druckbett möglichst sauber und frei von Druckresten und Fett ist. Danach heißt es nur noch kräftig Schütteln und das Spray aus einer Entfernung von ca. 10-20cm auf das Bett sprühen. Dabei sollte man so vorgehen, wie vom Hersteller empfohlen, also sich überlappende Kreise sprühen.

Beim Schütteln solltet Ihr aber unbedingt darauf achten auch wirklich kräftig und ausreichend zu schütteln. Ansonsten kommt das Spray als dicker Schwall aus der Flasche und nicht als feiner Sprühnebel. Außerdem ist das Spray nicht im inneren oder über leitenden Teilen zu verwenden und von Zündquellen fernzuhalten.

Zum trocknen legt man ein unbeheiztes Bett ein paar Minuten an die frische Luft, ein Heizbett wird direkt montiert und aufgeheizt. Dann kann das Drucken losgehen.



Ergebnis

Vorneweg: Das Ergebnis ist nicht zu verachten! Insgesamt halten die Teile sehr gut auf dem Druckbett und selbst Teile mit 10mm Durchmesser und 100 Höhe sind nicht umgefallen. Die Unterseite des Drucks bleibt schön glatt und hält trotzdem ausreichend. Alle Teile konnte ich mit einem Spachtel einfach ablösen. Die Drucke heben sich nicht von der Platte ab (ausser der Rahmen auf dem Makerbot, das macht er aber auch mit Tape). Als äußerst praktisch hat sich die mehrfache Verwendbarkeit des Sprays erwiesen, was bedeutet, dass eine einfache Beschichtung nach Herstellervorgabe ca. 3-4 mal (auch an der selben Stelle) bedruckt werden kann. Noch mehr geht, wenn die Beschichtung dicker bzw. mehrmals aufgetragen wird. Als Rechenwert gibt der Hersteller 11ct./Druck an, was in etwa 145 Drucken entspricht.


Muss man die Beschichtung wechseln, reicht es, das Druckbett mit handelsüblichem Glasreiniger zu reinigen und unter fließendem Wasser abzuspülen. Nach einer ausreichenden Trocknung kann man neu beschichten.

Schaut einfach im Shop vorbei und testet das Spray aus! Viele schöne Drucke wünscht euch


Daniel – 3dk-Team


tM



PS: Bilder folgen demnächst